Beispielhaft für Thailand: Sauberer Strom aus schmutzigem Wasser

Eine Meldung von FTD.de, 09.03.2008:
In der Abwasserreinigung liegt erhebliches Potenzial. Das Klärwerk Grevesmühlen (Deutschland) produziert aus Faulgas mehr Energie, als es nutzen kann.

Die Menschen in Grevesmühlen haben noch Grund zur Freude. Auch 2008 blieben die Wasser- und Abwassergebühren konstant – wie schon in den vergangenen zehn Jahren. „Ein nicht unerheblicher Faktor ist, dass wir die Energie für unser größtes Klärwerk selber herstellen“, sagt Mathias Peters, Betriebsleiter des Zweckverbands.

Tatsächlich verschlingt die Abwasserreinigung reichlich Energie. Max Dohmann, Leiter der Wasserwirtschaftsinitiative Nordrhein-Westfalen, spricht von einem Stromverbrauch für die Abwasserreinigung von 30 bis 40 Kilowattstunden pro Einwohner und Jahr. Das summiert sich nach Schätzung von Experten auf knapp ein Prozent des gesamten deutschen Stromverbrauchs.

Entsprechend entfallen rund 20 Prozent der Betriebskosten eines Klärwerks auf die Stromrechnung. Dabei liegt der Rohstoff für die Stromproduktion in jeder Abwasserreinigungsanlage bereit. Zu gut zwei Dritteln wird Klärschlamm in Deutschland bereits zur Klärgasproduktion genutzt.

Bei der Verstromung des Gases in einem Blockheizkraftwerk entstehen daraus zu 30 bis 40 Prozent elektrischer Strom und zu etwa 50 Prozent nutzbare Wärme. In hiesigen Klärwerken werden nach Expertenschätzungen jährlich rund zwei Milliarden Kilowattstunden Strom oder 0,4 Prozent des deutschen Stromverbrauchs erzeugt.

Inzwischen wird ausreichend Strom zur Versorgung des Klärwerks sowie ein Überschuss von 14 bis 16 Prozent produziert, der ins Stromnetz eingespeist wird. Zudem entsteht genügend Wärmeenergie, um alle Anlagen und Betriebsgebäude zu beheizen. Überschüssige Wärme soll künftig zur Trocknung des Klärschlamms genutzt oder an andere Betriebe verkauft werden.

Beispiel für Thailand

Meiner Meinung nach ist dies wieder ein ausgezeichnetes Beispiel fuer Thailand! Die Kosten für Kläranlagen sind hier sowieso ein Problem für Städte und Gemeinden, wenn diese sich wenigstens zum Teil selber finanzieren ist dies mehr als hilfreich.

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