Klimafreundlicher Beton aus Reisschalen?

Bei der Herstellung von Beton wird sehr viel CO2 freigesetzt, weltweit über eine Milliarde Tonnen. Das ist ein nicht unerheblicher Anteil der gesamten CO2 Emissionen, etwa 5 % aller durch den menschlichen Aktivitäten bedingten CO2-Emissionen.

Für jede Tonne Zement die für die Verwendung in Beton hergestellt wird, wird eine ganze Tonne CO2 in die Atmosphäre freigesetzt. Das muss jetzt anders werden! Und das kann jetzt anders werden!


In einem speziellen Verfahren können die stark siliziumshaltigen Schalen von Reiskörnern bei 800 °C so verbrannt werden, dass ihre Asche ein idealer Zementersatz wird.

Mithilfe der so produzierten Asche der Reisschalen wird der Beton nicht nur fast CO2-neutral, sondern auch stärker und weniger anfällig für Korrosion

Allein mit der Reisproduktion in den USA könnten 2,1 Millionen Tonnen Asche jährlich produziert werden. Noch viel mehr in den sich entwickelnden Ländern wie China, Indien, und Thailand, die nicht nur Unmengen an Beton produzieren, sondern auch riesige Mengen an Reis.

Wieder einmal ist die Technologie vorhanden, sie muss nur eingesetzt werden, und schon haben wir besseren Beton und gleichzeitig leisten wir einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Quellen sind hier bei Discovery, hier bei Reuters, hier im Journal of Wuhan University of Technology–Materials Science Edition, und hier beim Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB der Fraunhofer-Gesellschaft.

Bitte sagt das den Chefs der thailändischen Zementindustrie weiter!

16 Responses to Klimafreundlicher Beton aus Reisschalen?

  1. Hei Boss, nach dem Kühlen mit Wärme ist dies wieder ein Killer-Tip! Wenn die denkfaulen Säcke in Firmenleitungen und Regierungen ihren Job mal ernst nehmen würden und diese zwei Sachen machen würden, das wäre ein Riesen-Effekt!

  2. Da ist eine neue Industrie im entstehen. Die Reisschalen muessen eingesammelt werden, abgeholt werden, gelagert werden, bei 800 Grad verbrannt werden, verpackt werden, und in die Betonwerke geliefert werden.

    Wer da auf Zack ist und schnell loslegt kann diese Industrie beherrschen, bevor die ewig gestrigen aufwachen.

  3. Wow, das waere eine kleine Revolution die die Bauindustrie umwandeln kann, und Beton als Baumaterial rehabilitieren kann.

  4. ich habe zuerst gedacht du willst mich vergackeiern mit deinem klimafreundlichen beton aber das ist ja doch wahr.

  5. In Thailand ist Holz immer termitengefährdet, bis auf teures Teak und Hartholz. Um Beton als Baustoff kommt man (fast immer) nicht herum. Da ist die Initiative diesen “grüner” zu machen denau das Richtige!

  6. Das war mir neu! Thailand hat so viel Reis, und es wird so viel gebaut. Wann kommt das endlich?!!!!

  7. Bevor die Thais das kapiert haben, und verstehen welche Vorteile sie davon haben, werden die Nachbarn, allen voran China, dies längst in Produktion haben. Und dann den Thais verkaufen.

    Da ist ein guter Artikel in der Bangkok Post, sogar von einem Thai geschrieben, der ganz gut erklärt warum die Thais so langsam mit Innovationen sind: That which nourishes Thailand may destroy Thailand

  8. Wo bleibt dieser Reisschalen-Beton? Das waere ein Super Beispiel fuer nachhaltiges umweltfreundliches und klimaschonendes Bauen!

  9. Pingback: Grüner Zement verspricht enorme Einsparungen an Energie und Kohlendioxid | Bauen und Leben in Thailand

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>