Windkraft kann 2030 den gesamten Strombedarf Chinas decken

Das Ergebnis einer Studie der Universitäten Harvard in Cambridge und Tsinghua in Beijing, China, über das Potenzial für Strom aus Windenergie in China:

Wind bietet eine wichtige Alternative zu Kohle als Energiequelle für die Stromerzeugung in China mit dem Potenzial für erhebliche Einsparungen beim Kohlendioxid-Ausstoß. Windkraft könnte die gesamte für 2030 prognostizierte Nachfrage nach Strom befriedigen, etwa das doppelte des heutigen Stromverbrauchs. Eine von erneuerbaren Energien geprägten Energiewirtschaft ist für China ökonomisch machbar, die Politik muss nur rechtzeitig die nötigen Entscheidungen fällen und handeln.

Der Strombedarf in China wächst jährlich um 10 Prozent. Etwa 80 Prozent der elektrischen Energie werden aus Kohle erzeugt. Wegen seiner schnell wachsenden Wirtschaft und seinem Bevölkerungsreichtum hat China beim Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid trotz nach wie vor niedrigem Pro-Kopf Werten inzwischen alle westlichen Industrieländer überholt.

Welches große Potenzial die Windkraft in China haben kann, schätzten nun die Forscher um Michael McElroy von der Harvard-Universität in Cambridge anhand eines von der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa entwickelten Programms zur Verarbeitung von Wetterdaten ab. In die Auswertung floss außerdem die heutige regionale Verteilung von Energiebedarf und Energieerzeugung in dem riesigen Land sowie die Entwicklung der Energiekosten ein.

Selbst wenn nur die lohnendsten Standorte genutzt würden, könnte die Windkraft insgesamt das Siebenfache des heutigen Bedarfs an elektrischer Energie bereitstellen, errechneten die Wissenschaftler.

Für diese massive Nutzung von Windenergie sind allerdings enorme Investitionen nötig: Um damit in den kommenden zwanzig Jahren den Kohlendioxidausstoß um 30 Prozent zu senken, müssten umgerechnet rund 900 Milliarden US-Dollar investiert werden, so schätzen die Wissenschaftler.

Nötig ist nicht nur der Bau von Windrädern, sondern auch der Ausbau des Stromnetzes. Dies wäre eine große, doch von der chinesischen Wirtschaft tragbare Investition, schreiben die Forscher in ihrer Studie.

In China gehen derzeit jede Woche mehrere neue Kohlekraftwerke ans Netz, aber auch jede Stunde ein neues Windkraftwerk. Wir dürfen hoffen!

Diese Studie ist ein Tiefschlag für die Atomkraftwerkslobby, die uns ja immer wieder einzureden versuchen, daß Sonne und Wind nicht genug Energie liefern würden, und wir ihre gefährlichen Atommeiler bräuchten, trotz der nach wie vor ungeklärten Entsorgung des strahlenden und giftigen Atommülls.

Und wie sieht es mit Thailand aus? Welches Potential hat die Windkraft hier?

4 Responses to Windkraft kann 2030 den gesamten Strombedarf Chinas decken

  1. Gibt es so eine Studie auch ueber Thailand? An der Kueste und in den Bergen ist es oft sehr windig, das muss doch nutzbar sein?

  2. In Pattaya an der Sukhumvit Road, von Sattahip kommend links noch vor dem Kanyong, da bietet ein Thai Laden Windräder an. Ein Windrad ist auf dem Gehweg gut sichtbar aufgebaut.

    Der thailändische Angestellte konnte mir aber wenig Auskunft geben, er sprach kein Englisch. Das ausgestellte Windrad war 500 Watt oder 1 KW.

  3. Werner, das Windrad dort habe ich schon gesehen. Es sah aber nicht so stabil aus wie die amerikanischen Windräder. Würde gerne wissen ob jemand in Pattaya oder Thailand sowas schon im Einsatz hat?

  4. Eine Kombination aus Windkraft und Sonnenenergie macht beim Bauen in Thailand viel Sinn, vor allem jetzt wenn die Preise so fallen.

    Bei schlechtem Wetter, wenn die Sonne nicht so scheint, ist meist umso mehr Wind.

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