Gentechnik erhöht Pestizid-Gift-Verbrauch um 145.000 Tonnen

Verheißungsvoll waren die Versprechen der “Grünen Gentechnologie“, kaum mehr Pestizide verwenden zu müssen. Nun zeichnet ein neuer Bericht allerdings ein völlig anderes Bild. Seit dem Beginn des kommerziellen Anbaus von Gentech-Pflanzen wurden in den USA rund 145 Mio. Kilogramm mehr Pestizide ausgebracht als zuvor.

Zeitbombe Gentechnik

Ein Grund dafür ist der rasante Anstieg an Unkräutern, die gegen die Totalherbizide immun sind. Die Studie von Charles Benbrook vom Organic Center basiert auf Daten des US-Department of Agriculture.

“Die US-Gentech-Landwirte versuchen nun mit noch mehr Chemie den Unkräutern Herr zu werden”,

meint Global 2000-Gentechnik-Experte Werner Müller im pressetext-Interview. Der Experte kritisiert:

In ihrem ausweglosen Kampf greifen die Bauern zu immer brutaleren Methoden gegen Umwelt und letztlich auch den Menschen. So setzen sie “Uralt-Gifte” wie Paraquat und 2,4D – einen Stoff der im Vietnamkrieg als “Agent Orange” verwendet wurde – ein.

Immer geringer werdende Insektizid-Einsparungen bei Baumwolle und Mais

Gentechnik DNAGeringe Einsparungen von Insektiziden konnten bei Baumwolle und Mais erreicht werden, bestätigt die Studie.

“Doch auch hier dürfte sich das Blatt bald wenden, sobald die ersten resistenten Insekten die Maisfelder treffen”,

meint Müller. Kritiker hätten bereits von Beginn an angezweifelt, dass es Einsparungen im Pestizidbereich geben werde.

“Außerdem befürchtete man schon damals, dass es bald resistente Unkräuter und Insekten geben wird.”

Enormer Anstieg des Pestizideinsatzes durch Gentechnik

“Doch der enorme Anstieg des Pestizideinsatzes in den USA überrascht selbst die Kritiker. Man sieht, wie verzweifelt die US-Landwirte gegen die Folgen der Gentechnik ankämpfen.” ,

so Müller. Es sei davon auszugehen, dass die “grüne Gentechnik” auch in den USA bereits ihren Höhepunkt überschritten habe.

“Angesichts des dramatischen Anstiegs von Problemunkräutern kehren immer mehr US-Landwirte der Gentechnik den Rücken.”

Gentech-Unternehmen drängen stärker nach Europa

Müller erklärt weiter:

Warum man in Europa immer noch auf die Einführung der Gentechnik drängt, ist angesichts dieser Zahlen völlig unverständlich. Europa sollte anstatt in Gentechforschung in den Biolandbau investieren, damit solche Katastrophen wie der Einsatz von Agent Orange gegen Unkräuter erspart bleibe.

An einem vernünftigen Umgang mit der Natur wie es der Biolandbau vorzeigt, führt kein Weg vorbei.

Das lehrt uns die Geschichte der Gentechnik. Mit der Holzhammermethode die Natur zu unterdrücken, gelingt nur wenige Jahre, danach schlägt sie umso unbarmherziger zurück.

Quelle: pressetext.austria Redakteur: Wolfgang Weitlaner

Vorsicht Genmais

Wer sieht wie erschreckend hemmungs- und ahnungslos die meisten Bauern in Thailand jetzt schon ihre Gifte sprühen, dem kann da nur Angst und Bange werden. Und auch Thailand ist Spielwiese der Genmanipulations-Mafia:

Syngenta versucht thailändische Bauern zu bestechen

(Greenpeace) In Thailand versucht Syngenta mit einer aggressiven Verkaufsstrategie, Bauern mit Werbegeschenken zu bestechen. Auf dem Werbeplakat prangt ein Behälter mit dem umstrittenen Pestizid Gramoxone (Paraquat) umringt von einem riesigen Geländewagen und mehreren Motorrädern. “Diese Preise kann gewinnen, wer ein Flasche Gramoxone kauft.” Bei einem durchschnittlichen Monatsverdienst eines thailändischen Bauern von ca. 60 US$ stellt ein Auto oder selbst ein Motorrad einen unerfüllbaren Wunsch dar.

Das Herbizid ist hochgiftig, hat schon zu unzähligen Todesopfern und Vergiftungen geführt und ist daher im Nachbarland Malaysia verboten. Der Syngenta-Werbespruch “Glück in jeder Flasche” kann in diesem Zusammenhang nur noch als zynisch beurteilt werden.

Syngenta verletzt damit den Verhaltenskodex der Vereinten Nationen FAO

Syngenta verletzt damit den Verhaltenskodex der Lebensmittel- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO, der besagt, dass die Werbung keine unangebrachten Anreize oder Geschenke beinhalten soll, die zum Kauf von Pestiziden ermuntern.

Dem kann ich nur hinzufügen, dass diese Leute bei Monsanto und Syngenta ganz genau wissen was sie tun. Wenn unsere Kinder durch ihre “Geschäfte” krank werden, dann ist das kein Unfall, sondern diese Leute kassieren jetzt und wissen, dass unsere Kinder, selbst die noch ungeborenen, die Rechnung bitter bezahlen müssen.

2 Responses to Gentechnik erhöht Pestizid-Gift-Verbrauch um 145.000 Tonnen

  1. Noch mehr Gift??? Das zeigt doch deutlich welcher Irrweg hier beschritten wird!

    Bemerkenswert ist die Erkenntnis:
    “An einem vernünftigen Umgang mit der Natur wie es der Biolandbau vorzeigt, führt kein Weg vorbei.”

    Die Giftverkäufer wollen davon natürlich nichts wissen.

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