Frankreich’s Atomenergie: Stromlücke – die ersten Lichter gehen aus

Gebetsmühlenartig hat die Atomwirtschaft in den letzten Jahren behauptet, dass bei einem Atomausstieg in Deutschland die Lichter ausgingen oder dass Deutschland dann Atomstrom aus Frankreich beziehen müsste. Jetzt wird klar, dass das Gegenteil der Fall ist. In Frankreich werden 85% des Stroms aus Atomkraft erzeugt. Bei dem aktuellen Kälteeinbruch kann die französische Atomwirtschaft den Strombedarf im eigenen Lande nicht mehr selbst decken. Wohnungen bleiben in Frankreich kalt und Stromsparappelle greifen um sich.

Frankreich importiert derzeit viel Strom aus Deutschland

Damit die Lichter in Frankreich nicht ausgehen, importiert Frankreich derzeit viel Strom aus Deutschland. Strommengen in der Größenordnung von vier Atomkraftwerken wurden am Montag und Dienstag dieser Woche von Deutschland nach Frankreich verkauft.

Im Sommer zu warm, im Winter zu kalt

Nun bereitet die große Atomstromabhängigkeit den Franzosen also auch im Winter Probleme. Bereits im Sommer musste Frankreich – wie bereits in warmen Jahren zuvor – Strom aus anderen Ländern importieren, weil aufgeheizte Flüsse die Atomreaktoren nicht mehr ausreichend kühlen konnten.

Wegen Sicherheitsmängeln stehen in Frankreich viele Atomreaktoren still

Hintergrund: Aufgrund von Sicherheitsmängeln stehen in Frankreich viele Atomreaktoren still und obendrein behindern Streiks den Betrieb von AKWs.

Wer auf Atomenergie setzt, muss fürchten, dass die Lichter ausgehen

Jetzt zeigt sich: wer auf Atomenergie setzt, muss fürchten, dass die Lichter ausgehen. Jedenfalls ist die Weihnachtsbeleuchtung von Rennes bereits wegen Strommangel abgeschaltet.

Quelle: Hans-Josef Fell, MdB

Eine schallende Ohrfeige für die Atomindustrie, und eine Bestätigung für den Atomausstieg und die erneuerbaren Energien, Solarstrom, Photovoltaik, und Wind. Nicht zuletzt dank ihnen gehen in Deutschland die Lichter nicht aus. Ob den Franzosen jetzt ein Licht aufgeht?

3 Responses to Frankreich’s Atomenergie: Stromlücke – die ersten Lichter gehen aus

  1. An der aktuellen Stromlücke in Frankreich ist teilweise die einseitige Ausrichtung auf Kernenergie schuld (die Schweiz hat anteilsmässig mehr Speicherkraftwerke).
    Hauptursache sind jedoch die Streiks in den Kernkraftwerken, die Unterhaltsarbeiten verzörgert haben und die Tatsache, dass seit 10 Jahren kein einziges neues KKW ans Netz ging, während die Wirtschaft bis vor einen Jahr weiter wuchs. Ebenso wurde der Verbrauchszuwachs durch das Internet unterschätzt.

  2. ja ja, da sieht man es mal wieder, Hochmut kommt vor dem Fall !
    (Bibel, Altes Testament, Die Sprüche Salomos Kap. 16, Vers 18)

  3. Ein schönes neues Jahr für euch alle!

    Markus, Du sagst “Hauptursache sind jedoch die Streiks” in den Atomkraftwerken.
    Aber meine Solarzellen auf dem Dach (Phototvoltaik) haben noch nie gestreikt!
    Auch das Windrad läuft und läuft.
    Und die Dusche ist auch immer warm, dank niemals streikenden Sonnenkollektoren.

    Dann sagst Du, daß die Streiks “die Unterhaltsarbeiten verzörgert” haben.
    Aber meine Solarzellen auf dem Dach (Phototvoltaik) brauchen keine Unterhaltsarbeiten.
    Auch das Windrad ist wartungsfrei.
    Und die Warmwasser bereitenden Sonnenkollektoren haben noch keine Wartung benötigt.

    Und das schönste an meinen “Erneuerbaren” ist das sie keinen ewig strahlenden Atommüll erzeugen, der mir und meinen Enkeln und deren Enkeln den Hintern verkrebst!

    Deshalb bin ich echt froh, wenn Du sagst dass in Frankreich “seit 10 Jahren kein einziges neues” von diesen Strahlemonstern ans Netz ging, die ihre Verkäufer reich aber uns krank machen.

    Wie man es macht dass die Lichter trotzdem nicht ausgehen, ist ja mittlerweile offensichtlich und tausendmal gezeigt worden: ERNEUERBARE ENERGIEQUELLEN!!!! Strom aus Sonne – Photovoltaik, Windkraftwerke, usw.

    Markus, sei ein Mann und gib’s zu, auch Du weisst das längst! Beginne das neue Jahr mit der Wahrheit! Nur die Atomverkäufer und deren Lobby, die ihren Geldbeutel über unsere Gesundheit stellen, leugnen es noch!

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