Globale-Erwärmungs-Skeptiker verlieren an Boden

Einen Zahlendreher, der die Klimaschützer zur Aussage brachte, die Gletscher im Himalaja würden durch die globale Erwärmung „sehr wahrscheinlich“ bis 2035 vollständig geschmolzen sein (korrekt war 2350), nutzen die Skeptiker nach Kräften, um die Klimaforschung und ihre Theorie vom menschengemachten Treibhauseffekt zu diskreditieren.

Ungeachtet all dieser Verunsicherungsversuche bleibt der Weltklimarat IPCC bei der Feststellung, die seit Mitte des 20. Jahrhunderts gemessene globale Erwärmung sei „sehr wahrscheinlich“ von menschlichen Aktivitäten verursacht. Dies ergebe sich aus vielen Datenreihen, die aus jeweils unterschiedlichen Komponenten des Klimasystems abgeleitet wurden.

Globale-Erwärmungs-Skeptiker verlieren an Boden

Die Skeptiker verlieren somit an Boden. Dies umso mehr, als gerade einer ihrer wichtigsten Einwände gegen die Theorie vom anthropogenen Treibhauseffekt zusammenfiel, nämlich ihre Behauptung, die globale Erwärmung mache seit Anfang des Jahrzehnts eine Pause.

Das ließen Klimaforscher wie Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung noch nie gelten:

Um einen Klimatrend zu erkennen, sind zehn Jahre zu kurz. Gemessen am 20-jährigen Trend setzte sich die Erderwärmung aber auch in diesem Zeitraum fort. Der geringere Temperaturanstieg liegt dabei im Bereich der natürlichen Schwankungen.

Der Trend bleibt bestehen

Diese Sicht wurde von den Temperaturdaten für das vergangene Jahr, die das Goddard Institute for Space Studies soeben vorlegte, glänzend bestätigt. Demnach war 2009 global das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren, gleichauf mit 2007 und nur vom bisherigen Rekordjahr 2005 übertroffen. Auf der Südhalbkugel war 2009 sogar das wärmste Jahr überhaupt. Die CRU-Forscher stuften 2009 dagegen als fünftwärmstes Jahr ein. Der Unterschied ergibt sich, weil die Briten bei ihren Messungen die Arktis aussparen. Doch dort verläuft die Erwärmung am stärksten.

Was die Daten zeigen, ist ein klimatischer Erwärmungstrend, überlagert von kurzfristigen Schwankungen von Jahr zu Jahr – also Wetter, um es vereinfachend zu sagen. Die Mehrzahl der letzten Jahre lag über dem Langzeittrend, 2008 lag darunter, 2009 genau im Trend. Anzeichen für eine nennenswerte Abschwächung des Erwärmungstrends gibt es keine

schreibt Rahmstorf in dem Blog „Klimalounge“.

Der kalte und schneereiche Winter in Europa und USA sei eine zufällige Wetterperiode. Dafür ist es in anderen Teilen der Erde besonders warm. Global war der vergangene Dezember der viertwärmste, der Vormonat sogar der wärmste November seit Aufzeichnungsbeginn.

2010 hat eine gute Chance einen neuen Temperaturrekord zu setzen

Weil derzeit noch das Klimaphänomen „El Niño“ im Pazifik herrscht, das die Erde aufheizt, geben britische und US-Forscher dem neuen Jahr 2010 jetzt gute Chancen, einen neuen Temperaturrekord zu setzen.

Offenbar haben letztendlich doch die Globale-Erwärmungs-Skeptiker die schlechteren Karten. Leider!

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