Massives Bienensterben auch in Asien

In Japan ist schon jede vierte Bienenkolonie betroffen.

China berichtet von Massensterben der Bienenvölker.

Das großflächige Bienensterben ist längst nicht mehr nur auf Europa und Nordamerika beschränkt.

(Informationen zur Situation der Bienen in Thailand liegen nicht vor.)

Die Zukunft der Landwirtschaft steht am Spiel

Viele Ökosystemdienste leisten freilebende Bienen, Schmetterlinge, Motten und Fliegen sowie auch kommerzielle Bienenkolonien.

Schätzungen zufolge werden von den 100 Pflanzenarten, die über 90 Prozent der Ernährung sicherstellen, 71 von Bienen bestäubt.

In Europa zählen dazu 84 Prozent der 264 Getreidearten und 4.000 Gemüsearten. Insektenbestäubte Getreidearten sind unverzichtbar, ergeben sie doch einen fünfmal höheren Ertrag als solche, die ohne Insekten auskommen.

UNEP-Leiter Achim Steiner:

"Der Mensch hat den Irrglauben entwickelt, der technische Fortschritt habe ihn im 21. Jahrhundert von der Natur unabhängig gemacht. Die Bienen zeigen, dass wir in einer Welt mit sieben Milliarden Menschen in Wahrheit viel mehr statt weniger von Dienstleistungen der Natur abhängen."

Über ein Dutzend Schuldige

Wenngleich die genaue Ursache des Rückgangs noch immer unklar ist, kennt man bereits über ein Dutzend Faktoren.

Schädlinge wie Pilze, Milben und Viren gehören dazu, die dank globaler Handelswege alle Regionen erobert haben.

Bienen-gefährdende Chemikalien in der Landwirtschaft

Eine sehr grosse Rolle spielen auch Bienen-gefährdende Chemikalien in der Landwirtschaft wie systemische Insektizide oder chemische Saatgut-Schutzüberzüge oder auch die Luftverschmutzung, aufgrund derer Bienen ihre bevorzugte Nahrung schlechter wahrnehmen.

Biodiversitäts-Verlust

Doch auch Faktoren wie der Biodiversitäts-Verlust dürften eine Rolle spielen. Bienen brauchen eine Reihe verschiedener Pflanzen, um ihre Larven zu versorgen, verlieren jedoch zunehmend ihre Nahrungsgrundlage.

20.000 Blütenpflanzen könnten ohne entsprechende Schutzmaßnahmen in den kommenden Jahrzehnten verschwinden, was das Immunsystem des Bienen-Nachwuchses schwächt und noch anfälliger für Schädlinge macht.

Schließlich ändert auch der Klimawandel Blühzeiten und Niederschläge, was bestehende Probleme verstärkt und das Pollenangebot verändert.

Eine kleine Milbe ist grosser Bienen-Killer

Fast alle europäischen Bienenvölker sind von der Varroa-Milbe befallen. Diese Varroa-Milbe richtet ein Bienenvolk innerhalb von zwei bis drei Jahren zugrunde. Die afrikanische und die afrikanisierte Biene in Afrika und Südamerika sind zum Glück gegen die Varroa-Milbe resistent.

Mit Hilfe von synthetischen Giften wie den Varroaziden können die Imker die Bienen behandeln, aber immer mehr resistente Milben tauchen auf.

Prämien für bienenfreundliche Bauern helfen

Ebenso komplex wie die Ursachen sollten auch die Strategien sein, mit denen man dem Bienenverlust entgegensteuern sollte, so der UNEP-Bericht. Bienenfreundliche Bauern, die etwa Blütenpflanzen am Feldrand anbauen, sollten prämiert werden.

Vorsicht im Umgang mit Agrarchemikalien

Mehr Vorsicht im Umgang mit Agrarchemikalien ist immer wichtiger. Besonders aber müssen die genauen Wechselwirkungen zwischen den Faktoren, die Bienen negativ beeinflussen, besser erforscht werden um die richtigen Maßnahmen gegen das Bienensterben zu setzen.

Quelle: Bericht des UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen); Johannes Pernsteiner, pressetext.redaktion

One Response to Massives Bienensterben auch in Asien

  1. Wie wäre es wenn wir das Immunsystem der Bienen stärken.und die Milbe ausrotten,sowie die Strahlung von Handy, Funk,und andere Strahlungsquellen reduzieren oder ausschalten um zu sehen ob es den Bienen hilft?

    Die Biene ist die wichtigste Komponente im Kreislauf der Natur, für das überleben der Menschheit im Bezug der Nahrung und v.m., oder wir könnten Bienen züchten die resistent gegenüber allen möglichen Gefahren sind.

    SAVE WORLDS LITTLE FOODMAKER!!!!

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