Grüne Flugzeuge vielleicht schon 2020

Thailand ist ein beliebtes Urlaubsland. Urlauber kommen meist mit dem Flugzeug. Umso "grüner" diese Flugzeuge sind, umso weniger teures Flugbenzin wird verbrannt, und umso besser für das Klima, die Umwelt und den Geldbeutel.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) arbeitet an iGREEN (integrated green aircraft – integriertes grünes Flugzeug). Hierbei werden die aeroelastischen Auswirkungen verschiedener Bauteile für zukünftige treibstoffsparende, ‘grüne’ Flugzeuge untersucht.

Weniger Luftwiderstand spart Treibstoff

Derzeit untersucht das DLR in einem Göttinger Windkanal das Modell eines Flügels und Leitwerks in Leichtbauweise und ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit sogenannten Laminarflügeln. Hierbei strömt die Luft gleichmäßig und eng anliegend über fast den gesamten Flügel. Bei normalen Flügeln kommt es bereits an der Vorderkante zu turbulenten Verwirbelungen, die die Wirksamkeit eines Flügels beeinträchtigen. Ein Laminarflügel verspricht geringeren Luftwiderstand und spart Treibstoff.

Ralph Voß vom Göttinger DLR-Institut für Aeroelastik:

"Wir wollen einen Beitrag zu der Frage liefern, wie Flügel in Zukunft gebaut werden müssen, um besser, umweltfreundlicher und leistungsfähiger zu sein. Vorteile in der Aerodynamik können unbekannte Auswirkungen mit sich bringen. Das Schwingungsverhalten eines solchen Flügels in der Luft ist bislang noch nicht erforscht worden"

Das Flügelmodell wird in dem 50 Meter langen Windkanal von Luft umströmt. Dabei werden Flugbedingungen in der Nähe der Schallgeschwindigkeit simuliert.

Vor 2020 kein grünes Flugzeug

Sensoren messen die Druckverteilung und auftretende Schwingungen. Wie eine Fahne im Wind können auch Flügel in der Luft zu schwingen anfangen. Die dabei auftretenden Phänomene untersucht die Wissenschaft der Aeroelastik. Würden solche Phänomene nicht beachtet, kann es zum sogenannten Flattern kommen. Das Flugzeug wird unkontrollierbar und droht abzustürzen.

Ziel der Experimente ist die Entwicklung von Computermodellen, die den Fluggesellschaften und Flugzeugbauern für Entwürfe künftiger ‘grüner’ Flugzeuge dienen.

"Wir haben uns im DLR in Abstimmung mit den Vorstellungen der Fluggesellschaften und Flugzeugbauer Ziele gesetzt, wie zum Beispiel den Widerstand eines Laminartragflügels um zehn Prozent zu reduzieren, was auch einige Prozent weniger Treibstoff bedeutet. Es geht um wenige Prozent, aber die sind entscheidend für die Kosten.

In den nächsten fünf Jahren ist jedoch noch nicht mit einem grünen Flugzeug zu rechnen. Nach 2020 ist es schon wahrscheinlicher."

Quelle: pressetext.redaktion, Caroline Schoettler


Bis dahin am besten auf den Rückflug verzichten und in Thailand bleiben!

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