Nach Erdbeben und Tsunami: Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima bestätigt

Eine "nie dagewesene Katastrophe" in Japan. Die Evakuierungszone wurde ausgeweitet, die Menschen fliehen.

Die japanische Regierung geht jetzt offiziell von einer Kernschmelze im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima 1 aus.

Das Szenario, vor dem sich die Welt fürchtet!

Der Mythos vom sicheren Atomkraftwerk erweist sich mal wieder als Lüge.

(Und von der unsicheren und ungeklärten Endlagerung des Atommülls reden wir noch gar nicht.)

Atomkraftwerke in Thailand?

Wenn schon die Japaner es nicht schaffen die Atomkraftwerke sicher zu betreiben, dann bitte bitte baut sowas nicht in Thailand!

In Thailand gibt es zum Glück noch keine Atomkraftwerke, aber es wird aktiv an einem Plan gearbeitet, 2020 5% und 2021 10% des benötigten Stroms durch Atomkraftwerke zu erzeugen. Die erneuerbaren Energien sollen bei 5% stagnieren, als ob es in Thailand weder Sonne noch Wind gäbe.

Zurück nach Japan:

Bereits 140.000 Personen aus dem Gebiet des Atomkraftwerks Fukushima evakuiert

Die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA hat mitgeteilt, insgesamt seien bislang 140.000 Personen aus dem Gebiet des Atomkraftwerks Fukushima evakuiert worden.

Innerhalb eines 20-Kilometer-Radius um die Anlage Fukushima 1 (Fukushima-Daiichi) seien etwa 110.000 Personen in Sicherheit gebracht worden. Im Umkreis von zehn Kilometern um die Anlage Fukushima-Daini seien 30.000 Personen evakuiert worden. "Die Evakuierungsmaßnahmen sind noch nicht komplett", teilte die IAEA mit. Sie berief sich bei ihren Auskünften auf Angaben der japanischen Behörden. (EDIT: Diese bestätigten gestern dass eine Kernschmelze stattfand, heute musste der Regierungssprecher dieses Eingeständnis widerrufen, es bestünde keine Gefahr… )

Greenpeace: Fünf von zehn Reaktoren ohne Kühlung

Neben der möglichen Kernschmelze in Reaktor 1 drohe in einem weiteren Reaktor des gleichen Kraftwerks ein ähnliches Szenario, sagte ein Greenpeace-Sprecher. Fünf der zehn Reaktoren in den beiden Kraftwerken seien ohne Kühlung, sagte er unter Verweis auf Informationen aus der Krisenregion. Angesichts der Verkettung unterschiedlicher Ereignisse sei die Lage womöglich außer Kontrolle.

"Es ist dramatisch, weil derzeit anscheinend unkontrolliert Radioaktivität austritt."

Kann so was in anderen Atomkraftwerken auch passieren?

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin:

"Kein Atomkraftwerk der Welt ist gegen eine Kernschmelze ausgelegt – auch kein deutsches!"


Die immense Gefahr durch Atomkraftwerke lässt sich nunmal nicht wegreden, auch wenn der Technikvorstand des Energiekonzerns RWE, Gerd Jäger, sich mitten in diese Katastrophenmeldung hinein zu Wort meldete und vorsorglich schon mal keinen Grund sieht, die Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke bis 2035 zu überdenken.

Bitte bitte baut sowas nicht hier in Thailand!

Quelle: Zeit und Spiegel Online

3 Responses to Nach Erdbeben und Tsunami: Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima bestätigt

  1. Ich hoffe wirklich nicht daß in Thailand Atomkraftwerke gebaut werden. Obwohl die Regierung versucht dagegen anzugehen ist es dank der Korruption immer noch viel zu leicht teure Sicherheitsbestimmungen zu umgehen.

  2. So wie man das jetzt hört sei die Explosion an dem Atomkraftwerk nicht so schlimm wie damals in Tschernobel. Aber damals hat man auch gesagt, dass es nicht schlimm sei und immer noch werden Kinder mit Behinderungen geboren. Wann kriegen wir endlich die Wahrheit zu hören?

  3. Die japanischen Atomkraftwerke sind von der Atomlobby in Deutschland immer als Beispiel für die Erdbebensicherheit der Atomkraftwerke genannt worden.

    Auch das zeigt sich jetzt als Lüge. Propaganda. Betrug.

    Um Himmels Willen, stellt solche vorprogrammierten Katastrophen nicht in Thailand auf!

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