Ökostrom: Die neue Kraft – Meeresströmung

In Italien entsteht ein neuartiges Meeresströmungskraftwerk. Die im Labor und im Windkanal simulierten Parameter versprechen Wirkungsgrade bis 46 Prozent – deutlich mehr als bei Windkraft.

Projektleiter Antonio Cutupri erklärt Bauprinzip und Funktionsweise:

"Auf dem beweglichen Tragarm der am Festland montierten Anlage sind eine oder mehrere Turbinen untergebracht, welche die Meerwasserströmung zur Umwandlung in elektrische Energie nutzen. Ihre Größe kann den jeweiligen Strömungsverhältnissen angepasst werden. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Anlagen gibt es keine negativen Auswirkungen auf die umliegende Fauna und Flora. Der erzeugte Strom wird ohne am Meeresgrund verlegte Kabel und ohne die Entstehung von Magnetfeldern an Land geleitet."

Enorm robuste Konstruktion

Ein weiterer Vorteil ist die strukturelle Widerstandsfähigkeit des an einem großen Scharnier befestigten bis zu 100 Meter langen Tragarmes, der selbst Durchsatzgeschwindigkeiten von 14,5 Knoten aushält. Damit sei die Anlage auch für Strömungsverhältnisse geeignet, wie sie vor Schottland üblich sind.

Antonio Cutupri:

"Angestrebt sind Wirkungsgrade bis 46 Prozent. Trotz deutlich niedrigerer Baukosten ist die Anlage damit jedem Windpark überlegen. Während beim Meeresströmungskraftwerk bei einem Durchsatz von drei Metern pro Sekunde zur Erzeugung von 5,4 Kilowattstunden ein Quadratmeter Rotorfläche ausreicht, werden bei der Windturbine dazu zehn Meter pro Sekunde und 48 Quadratmeter benötigt".

Wettbewerbstauglich

Der von der Firma Develpack in Campo Calabro gebaute, durch internationale Patente geschützte Prototyp ist bei dem britischen Ideenwettbewerb "Saltire Prize" zugelassen worden. Dieser hat die Errichtung eines Meeresströmungskraftwerkes vor der schottischen Küste mit einer Jahresleistung von 60 Mio. Kilowattstunden zum Ziel.

Entstanden war das Konzept der innovativen Kraftwerkstechnik vor drei Jahren, als Antonio Cutupri mit Unterstützung des Enterprise Europe Network als Spin-off des staatlich geförderten Universitäts-Inkubators "Technest" das lokale Firmenkonsortium SintErnergy gründete. Die Inhaber hoffen, schon bald auf einen Jahresumsatz von mehr als 100 Mio. Euro zu kommen.

Quellen: pressetext.redaktion 2011, Harald Jung, SintEnergy Ltd.


Eine sehr interessante Entwicklung, auch für Thailand. Thailand hat lange Meeresküsten, sicher sind da auch genügend geeignete Standorte für solche Meerwasserströmungs-Kraftwerke.

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