UNO-Experte: Öko-Landwirtschaft kann Produktion der Kleinbauern verdoppeln.

Der unabhängige UNO-Experte Olivier De Schutter präsentierte am 8. März den neuen UN-Bericht "Agrarökologie und das Recht auf Nahrung" in Genf vor dem UNO-Menschenrechtsrat.

Um das Hungerproblem zu lösen, fordert der UNO-Berichterstatter für das Recht auf Nahrung radikale Änderungen: Kleinbauern und die Öko-Landwirtschaft müssen gestärkt werden.

Kleinbauern und die Öko-Landwirtschaft müssen gestärkt werden

Sonderberichterstatter Olivier De Schutter:

Wir fahren direkt an die Wand, wenn wir nicht revolutionäre Änderungen realisieren!

Die Regierungen dieser Welt reagieren ungenügend auf die hohen Lebensmittelpreise. Ihre Massnahmen sind auf eine kurzfristige Wirkung ausgelegt und gehen nicht an die Ursachen der Probleme.

Der Ausweg aus dem Hungerproblem der Welt

Als Ausweg sieht De Schutter die Förderung der Öko-Landwirtschaft, die auf natürliche Weise statt mit Chemie die Produktion steigert.

Als Mittel der Öko-Landwirtschaft gelten unter anderem die Wiederverwertung von Energie und Nährstoffen oder die Kombination von Acker- und Viehwirtschaft.

Öko-Landwirtschaft: Verdoppelung der Produktion

Mit den Methoden der Öko-Landwirtschaft lässt sich die Produktion der Kleinbauern in den am meisten vom Hunger betroffenen Regionen in zehn Jahren verdoppeln.

Um im Jahr 2050 neun Milliarden Menschen auf der Erde zu ernähren, müssen wir rasch effizientere Techniken zur Produktivitätssteigerung anwenden.

Den Kleinbauern helfen

Die Lösung liegt darin, den Kleinbauern bei der Entwicklung im Sinne der Öko-Landwirtschaft zu helfen.

Die industrielle Landwirtschaft auf grossen Flächen löst das Hungerproblem nicht.

Eine Milliarde Menschen ist als Folge der heutigen Politik unterernährt.

Spekulation mit Nahrungsmitteln ein Problem für die Bauern

De Schutter wünscht sich zudem, dass die G20 die Finanzmärkte stärker reguliert und mehr Transparenz schafft.

Die Spekulation hat die Schwankung der Nahrungsmittelpreise verstärkt.

Indem Investoren auf hohe Rohstoffpreise gesetzt haben, haben sie eine spekulative Blase geschaffen.

Die Forderung stösst aber bei der G20 auf grossen Widerstand, stellt De Schutter fest.

Agrarökologische Wende

Das Fazit des UNO-Experten Olivier De Schutter:

Eine agrarökologische Wende ist das Mittel um die Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen und gleichzeitig den Klimawandel und die ländliche Armut zu mindern.

Quellen: Der UN-Bericht "Agro-ecology and the right to food", Schweizer Bauernzeitung


Hier in Thailand leben die Bauern oft noch in einem Paradies: Trotz des Raubbaus den sie betreiben – das Land ist immer noch so fruchtbar, es wächst und wächst und wächst.

In Thailand wird das Land gerne mit Brandrodung kahlgemacht, Chemie-Dünger und Gift nach dem Motto verwendet "Viel hilft viel", wie von der Agrar-Chemie-Werbung suggeriert. Noch geht es meistens gut, noch ist das Land überaus fruchtbar. Doch die Schulden der Bauern in Thailand bei den Händlern der Agrar-Chemie wachsen, oft schon ist das Land verpfändet, der Bauer wird zum landwirtschaftlichen Lohnarbeiter .

In anderen Teilen der Welt sind die Böden jetzt schon nicht oder nicht mehr so fruchtbar wie in Thailand. Der neue UN-Bericht zeigt: Die Bauern können sich mit ökologischer Landwirtschaft ihre Existenz sichern, ohne sich bei Industrie und Handel für Chemie-Dünger und Gift zu verschulden.

Dieser Bericht sollte in Thai übersetzt werden und überall in Thailand verteilt werden, im Thai-TV vorgelesen werden.

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