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Wir sollten vernünftiger bauen

 

Wir sollten vernünftiger bauen
Nachhaltige Realisierung (von Hochhäusern) zahlt sich aus
(Expo Real 2007 14.10.2007)

Immobilien sind in den meisten Ländern mit nahezu 40 Prozent die größten Energieverbraucher; zudem müssen Jahr für Jahr hunderte Millionen Tonnen Bauschutt entsorgt werden, alleine in Deutschland mehr als 60 Millionen Tonnen.

Aspekte der Nachhaltigkeit und energieeffizient wirkende Revitalisierungen rücken daher auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zunehmend in den Fokus der Immobilienwirtschaft.

Auf der Expo Real 2007 beleuchteten renommierte Experten im Rahmen einer Podiumsdiskussion der VR-Leasing AG aus ihren unterschiedlichen Perspektiven und anhand von Best Practice-Beispielen die besonderen Herausforderungen ökologisch sinnvoller Sanierungen im Bestand. Unter der Leitung der TV-Moderatorin Dorette Segschneider diskutierten ...

  • der Frankfurter Architekt Prof. Christoph Mäckler, Professor an der Universität Dortmund,
  • Prof. Dr.-Ing. Hauser, Leiter Fraunhofer Institut für Bauphysik Stuttgart (IBP) sowie Ordinarius an der Technischen Universität München, und
  • Roland Koser, Leiter des Bereichs Technische Beratung der VR Bauregie,

... über die Chancen und Grenzen der Nachhaltigkeit. "Nachhaltiges Bauen muss sich innerhalb eines überschaubaren Zeitraums amortisieren", so Koser auf die Frage nach der Motivation der gewerblichen Bauherren, ökologisch zu bauen. "Insbesondere für den Mittelstand ist eine Betrachtung der Nebenkostenersparnis in den nächsten 30 Jahren eine sehr lange Zeitspanne." Die Erfahrungen der VR-Leasing AG würden allerdings deutlich machen, dass eine Investition in Energieeffizienz verschwindend gering sei, wenn man sie über die Immobilienleasingrate auf die Laufzeit berechne. " In Bezug auf die Entwicklung der Nebenkosten ist nachhaltiges Bauen ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft ."

Prof. Mäckler kritisierte den auch auf der Messe allgegenwärtigen Trend der Glasfassaden als "Energieschleudern". "Fassaden müssen geschlossener werden. Wenn schon Glasfassade, dann energieeffizient", so sein Credo. Dass dies möglich ist, beweist er derzeit mit der nachhaltigen Modernisierung des Cityhauses I der DZ BANK in Frankfurt/Main. "Das Hochhaus hat einen der flächeneffizientesten Grundrisse überhaupt", beschreibt Prof. Mäckler die Nachhaltigkeit des Gebäudes, "zudem werden die baulichen Maßnahmen an der Fassade 60 Prozent Energieersparnis zum Ergebnis haben." Für Prof. Hauser ist dies ein respektables Ergebnis, jedoch nicht das Ende der Fahnenstange: "Im Wohnungsbau werden inzwischen mit neuen Materialien, Konstruktionen und Techniken 60 bis 70 Prozent Energie eingespart; im Verwaltungsbau sind sogar noch mehr möglich." Dies müsse langfristig auch die Messlatte für Gewerbeimmobilien sein.

"Technisch ist es heute möglich, jede denkbare Gebäudeform zu realisieren. Das haben viele Architekten in den letzten zehn Jahren ausgenutzt und häufig zu wild und zu aufwändig gebaut", so Prof. Mäckler, der fordert, "wir müssen jetzt endlich wieder mit mehr Selbstverständlichkeit bauen." Dann könnten Gebäude entstehen, die sowohl effizienter als auch nachhaltig nutzbar und schön seien. "Fachingenieuren sollten wieder intensiver mit Architekten zusammenarbeiten. Das Ergebnis einer solchen Teamarbeit könnten beispielsweise Sonnenkollektoren sein, die wie gewöhnliche Dachziegel aussehen."

Auch für Koser ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Schlüssel für ein vernünftiges, nachhaltiges Bauen. Die VR Bauregie vertritt dabei die Interessen des Bauherrn, so dass zudem eine wirtschaftliche Realisierung gewährleistet wird. So kann vielleicht auch schon bald die Vision von Prof. Hauser wahr werden, dass in naher Zukunft unsere Häuser mehr Energie gewinnen als verbrauchen werden. "Wir schließen dann abends unser Auto in unserer Garage an die Steckdose an, aus der von und in der Immobilie erzeugter Strom fließt", so der "Vater" des Gebäude-Energiepasses.


Boss
Hausmeister
vor 1 Jahr veröffentlicht
 

Das Problem:

"Immobilien sind in den meisten Ländern mit nahezu 40 Prozent die größten Energieverbrauch"

und das Ziel:

".. dass in naher Zukunft unsere Häuser mehr Energie gewinnen als verbrauchen werden."


Ist Ihr Haus ein Beispiel für das Problem, oder für das Ziel?


Boss
Hausmeister
vor 1 Jahr veröffentlicht

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