Abreißen der Eisplatte in der westlichen Antarktis entspricht 3,3 m Meeresanstieg
Weit weg von Thailand fällt Eis ins Meer, viel Eis, sehr viel Eis, Eisberge von der Größe des Saarlandes.
Das Volumen des Eises, das allein im abfließenden westantarktischen Inlandseis steckt, entspricht einem Meeresanstieg von rund 3,3 Metern!
warnt Richard Katz, Studienleiter der Universitäten Oxford und Cambridge. Die Eismassen in der westlichen Antarktis reagieren besonders empfindlich auf die globale Erwärmung. In der Region kann es bald zu einem Kippmoment kommen, an dem sich eine große Schelfeis-Platte vom Festland loslöst und damit in Folge den Gletscherfluss am Kontinent beschleunigt.
3,3 Meter, das wird viele Strände und Strandgrundstücke unter Wasser setzen. Bis nach Bangkok hinein, das sehr tief liegt, wird dies zu spüren sein.
Die Eisdicke am Südpol hat seit 2003 jährlich um 9,14 Meter abgenommen. Gegenüber der Zeit von 1995 bis 2003 legte das Tempo um 50 Prozent zu. Damit bestätigen sich die pessimistischsten Prognosen der Wissenschaft.